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Ein Essay über die Crux unserer Gesellschaft …


Es kommt selten vor, dass ich während eines Radiobeitrags aller 5 Sekunden zustimmend nicke und/oder »Genau!« ausrufe.

Wolfgang Sofsky hat genau dies gestern um 12.40 Uhr im Rahmen der Sendereihe »Signale« im Deutschlandradio Kultur geschafft – mit seinem Essay zum Thema »Vulgarität«.
Ich zitiere:

Der Vulgäre verhält sich plump, laut und grob. Scham oder Schuld sind ihm ebenso fremd wie der Sinn für feinere Genüsse. Sein Horizont ist eng. Er sieht nur sich selbst. Blickt er in den Spiegel, ist er hochzufrieden. Niemals plagt ihn ein Gefühl eigenen Ungenügens. Er will nur bleiben, wie er ist. Da er Formen und Grenzen verachtet, gewinnen seine Impulse freie Bahn. Er kennt keine Selbstbeherrschung. Sich in die Perspektive anderer zu versetzen, wäre ihm lästig. Er trampelt umher, und wird er eines Malheurs ansichtig, stellt er es laut grinsend heraus.

Ich empfehle all unseren Lesern hiermit ausdrücklich diese Lektüre oder das MP3-File (1,3 MB) zum Nachhören unter Zuhilfenahme eines iPods.

Sven Hofmann

Qualität hat ihren Preis (16.12.2005)

»Vulgarität« von Wolfgang Sofsky als MP3-File (1,3 MB)

Link zum Essay »Vulgarität«

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